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Anna-Siemsen-Schule

In Würde alt werden - auch beim Essen

Mit diesem Thema bewarben wir uns im Juni 2000 bei einem Förderwettbewerb der Robert Bosch Stiftung und bekamen die finanzielle Möglichkeit, dieses Projekt durchzuführen. Wir - damit sind die beiden Klassen Berufsschule Hauswirtschaft und die Klasse 1 der Berufsfachschule Altenpflege gemeint - die fachbereichsübergreifend ein Jahr lang zusammen gearbeitet haben.

Mit diesem Thema bewarben wir uns im Juni 2000 bei einem Förderwettbewerb der Robert Bosch Stiftung und bekamen die finanzielle Möglichkeit, dieses Projekt durchzuführen. Wir - damit sind die beiden Klassen Berufsschule Hauswirtschaft und die Klasse 1 der Berufsfachschule Altenpflege gemeint - die fachbereichsübergreifend ein Jahr lang zusammen gearbeitet haben.

Bei der Umsetzung unseres Projektes in die Realität haben wir mit den Altenpflegeheimen St. Aegidien in Hannover-Anderten und dem St. Martinshof in Hannover-Misburg zusammengearbeitet. Jeweils einen Wohnbereich in den Altenpflegeeinrichtungen wählten wir zur geplanten Versorgung und Betreuung der Bewohner aus.

1. Teil des Projektes:

Wir luden die Bewohner aus beiden Einrichtungen an fünf Tagen zu Mittagsmahlzeiten in unsere Schule ein.

2. Teil des Projektes:

Wir arbeiteten vor Ort in den Küchen und Wohnbereichen beider Einrichtungen.


Maßnahmen zur Umsetzung des Projektes

  • Interviews zur Erfassung biografischer Daten für die Auswahl und Zubereitung der Speisen,
 
 
  • sorgfältig abgestimmte Zusammenstellung von Speisen für eine Gruppe alter Menschen,
 
 
  • liebevolle Versorgung alter Menschen mit Mittagsmahlzeiten in unserer Schule und in den Einrichtungen,
 
 
  • professionelles Servieren und Anreichen von Speisen,
 
 
  • individuelle Betreuung der Bewohner vor und während der Mahlzeiten,
 
 
  • ansprechende Gestaltung des Wohnumfeldes.


Besondere Erfahrungen:

Wir lernten und erfuhren mit allen Sinnen, welche große Bedeutung das Essen im Alter für die Lebensqualität hat. Seine wichtige soziale Funktion wurde uns an der positiven Wirkung auf die Schwerstpflegebedürftigen,  die wir mit ihren Bedürfnissen nicht ausgrenzten, besonders deutlich. Spezialkost kann wohlschmeckend und appetitlich angerichtet werden.


Podiumsdiskussion:

Auf unserer abschließenden Podiumsdiskussion stellten alle Teilnehmer, dazu gehörten:

  • die Bewohner,
 
 
  • das Pflegepersonal,
 
 
  • das Küchenpersonal,
 
 
  • die Heimleitung,
 
 
  • wir Schüler (Hauswirtschaft und Altenpflege),
 
 
  • Lehrkräfte und
  • Schulleiterin
 
 

fest, dass es funktionierte!

  • Acht von zehn Bewohnern aßen statt passierter Kost wieder "normal" .
 
 
  • Bei den demenziell erkrankten alten Menschen konnten wir durch die intensive Betreuung positive Veränderungen beobachten.
 
 
  • Besondere Anerkennung fand bei den BewohnerInnen die Speisenauswahl.
 
 
  • Die Vorlieben und Abneigungen der Bewohnerinnen wurden berücksichtigt. Es gab altbekannte Gerichte mit hohem Wiedererkennungswert - fast ein Stück Zuhause!
 
 
  • Kritischer Punkt ist die Zeitintensität für die Betreuung während der Mahlzeiten. Diese Zeit muss an anderer Stelle durch Umstrukturierung von Arbeitsabläufen und durch Fort- und Weiterbildung des Personals gewonnen werden.